ZdK-Präsidentin sieht Kirche in einer „schweren institutionellen Krise“

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Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, will eine weitere Verschärfung der Kirchenkrise nicht ausschließen. Obwohl „wir schon längst in einer schweren institutionellen Krise sind, halte ich weitere Erschütterungen für möglich“, sagte sie der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung vom Freitag. Stetter-Karp bezog sich auf das für Donnerstag kommender Woche erwartete Missbrauchsgutachten zum Erzbistum München und Freising, in dem es auch um mögliche Pflichtverletzungen des emeritierten Papsts Benedikt XVI. aus seiner Zeit als Erzbischof gehen könnte.

Die ZdK-Präsidentin sagte, dass sie die Entscheidungen von Papst Franziskus nicht verstehen könne, Rücktrittsangebote von Bischöfen wegen Pflichtverletzungen nicht anzunehmen. Der Schaden sei „inzwischen so groß, dass – wie im Erzbistum Köln – für die Gläubigen die Grenzen des Erträglichen erreicht sind.“ Köln werfe „einen großen Schatten über die Kirche“.

Für die Zukunft der katholischen Kirche setzt Stetter-Karp auf Reformen. „Macht und Verantwortung müssen so ausgeübt werden, dass ein menschenfreundlicher Gott entdeckt werden kann“, sagte sie der Zeitung. Dazu gehörten unter anderem die Geschlechtergerechtigkeit sowie die Öffnung aller Dienste und Ämter, aber auch der „klare Einsatz für Arme und Menschen am Rand der Gesellschaft sowie Klimagerechtigkeit.“

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