Foo-Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins mit 50 Jahren gestorben

Taylor Hawkins - Bild: Thomson202019, CC0, via Wikimedia Commons
Taylor Hawkins - Bild: Thomson202019, CC0, via Wikimedia Commons

Trauer um den Schlagzeuger der bekannten US-Rockband Foo Fighters: Im Alter von nur 50 Jahren ist der Taktgeber der Gruppe, Taylor Hawkins, gestorben. Der Musiker wurde während einer aktuellen Welttournee der Band am Freitagabend tot in seinem Hotelzimmer in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá aufgefunden. Ein toxikologisches Gutachten fand verschiedene Drogen im Körper des Toten.

„Die Familie der Foo Fighters ist erschüttert vom tragischen und verfrühten Verlust unseres geliebten Taylor Hawkins“, schrieb die Band in der Nacht zum Samstag auf Twitter. „Sein musikalischer Geist und sein ansteckendes Lachen werden für immer unter uns allen weiterleben.“

Hawkins hinterlässt eine Frau und mehrere Kinder. Die Band bat um Rücksicht auf die Privatsphäre der Angehörigen des Schlagzeugers. Zur Todesursache machte sie keine Angaben.

Bei einer ersten toxikologischen Untersuchung seien im Körper des Toten Spuren von Marihuana, Opiaten und Antidepressiva gefunden worden, erklärten die kolumbianischen Ermittler am Samstag. Es seien „zehn verschiedene Arten von Substanzen“ gefunden worden, darunter THC – das in Marihuana vorkommt -, trizyklische Antidepressiva und Benzodiazepine. Ob die Drogen zum Tod des Musikers geführt haben, darauf gingen die Ermittler nicht ein.

Die mit mehreren Grammys ausgezeichnete Rockband befindet sich derzeit auf Welttournee und macht Station in Südamerika. Hawkins war tot in einem Hotel in Bogotá aufgefunden worden, wie das Büro des Bürgermeisters bekanntgab.

Demnach habe die örtliche Notrufzentrale einen Anruf über einen „Patienten, der über Schmerzen in der Brust klagte“, erhalten. Entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen seien durchgeführt worden – ohne Erfolg.

Am Freitag hätten die Foo Fighters in der kolumbianischen Hauptstadt beim Musikfestival Estéreo Pìcnic auftreten sollen. Dort zündeten Tausende schockierte Fans Kerzen an und hielten eine Minute inne, nachdem sie vom Tod des Schlagzeugers erfahren hatten. Für den Sommer war auch ein Deutschland-Konzert der Band in Berlin geplant.

Hawkins spielte seit 1997 bei den Foo Fighters – einer der einflussreichsten und von den Kritikern gefeierten Alternative-Rockbands der USA. Er war als Schlagzeuger an einigen der größten Hits der Gruppe beteiligt, darunter „Learn to Fly“ und „Best of You“. Zuvor saß er für die kanadische Sängerin Alanis Morissette an den Drums, bis Front-Mann Dave Grohl – früher Schlagzeuger bei Nirvana – ihn abwarb.

In einem Interview mit dem Sender 95.5 KLOS bezeichnete Grohl seinen Bandkollegen im vergangenen Jahr als „unglaublichen Schlagzeuger“ und beschrieb das persönliche Verhältnis zu ihm als äußerst eng. Als er Hawkins erstmals persönlich begegnet sei, habe er binnen weniger Sekunden gedacht: „Wow: Du bist entweder mein Zwilling, mein Seelenverwandter oder mein bester Freund.“

Zahlreiche Musikerkollegen äußerten sich betroffen über Hawkins‘ frühen Tod. Der Black-Sabbath-Star Ozzy Osbourne würdigte den Schlagzeuger als „großartigen Menschen und unglaublichen Musiker“. Der Gitarrist der Rockband Rage Against the Machine, Tom Morello, erinnerte an die „nicht aufzuhaltende Rock-Power“, die von Hawkins ausgegangen sei.

Die Band Nickelback schrieb auf Twitter, sie sei „vollkommen ungläubig angesichts der Nachrichten über Taylor Hawkins“. Von „tragischen“ Nachrichten sprach auf der Punkrocker Billy Idol.

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