Sozialverband zum Tag der Pflege: Regierung muss Worten Taten folgen lassen

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Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die Bundesregierung anlässlich des Internationalen Tages der Pflege aufgefordert, Ankündigungen für Verbesserungen in der Branche auch Taten folgen zu lassen. „Die Fakten liegen auf dem Tisch“, erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Mittwoch in Berlin. Jetzt gelte es, in die Umsetzung zu kommen. „Das sind wir den Pflegenden, aber auch den Gepflegten mehr als schuldig.“

Die von der Politik angestoßenen Bemühungen, die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken, dürften nicht nur reine Absichtserklärungen bleiben, sondern müssten reale Verbesserungen vorweisen. Jüngst habe eine Studie gezeigt, dass Mindestens 300.000 zusätzliche Pflegekräfte durch Wiedereinstieg in Beruf oder aufgestockte Arbeitszeit möglich wären. „Dafür müssen aber zunächst die Bedingungen für die Pflegeberufe in Deutschland verbessert werden.

Einrichtungen, Tarifpartner, Leistungsträger und Politik auf Bundes- und Landesebene seien aufgefordert, für gute Arbeitsbedingungen, eine bedarfsgerechte Personalausstattung, für eine angemessene Entlohnung und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen.

Der Internationale Tag der Pflege am Donnerstag geht zurück auf die britische Krankenschwester Florence Nightingale, deren Dienste den Grundstein für die moderne Pflege legten. Sie wurde am 12. Mai 1820 geboren.

„Nicht erst seit der Corona-Pandemie sind sich alle einig: Pflegende leisten eine unschätzbar wertvolle Arbeit“, erklärte der Sozialverband. „Der internationale Tag der Pflegenden am 12. Mai ist eine gute Gelegenheit daran zu erinnern.“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (CSU) forderte die Bundesregierung zu mehr Tempo bei der Pflegereform auf. „Nur zufriedene Pflegekräfte können unser Gesundheitssystem aufrechterhalten und dafür sorgen, dass sich die Pflegebedürftigen wohlfühlen.“ Das gelte sowohl für die Fachkräfte in der Langzeitpflege als auch für die Beschäftigten in den Krankenhäusern. „Die Pflegekräfte leisten Großartiges.“

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