Ärmere Länder verweigern gespendete Impfdosen wegen geringer Haltbarkeit

Impfstoff - Bild: Dirk Vorderstraße/CC BY 2.0
Impfstoff - Bild: Dirk Vorderstraße/CC BY 2.0

Ärmere Länder haben im vergangenen Monat rund hundert Millionen Dosen an Impfstoff-Spenden verweigert – häufig, weil das Verfallsdatum kurz bevorstand. Das teilte die UNO am Donnerstag mit. „Die Mehrheit der Ablehnungen hatte als Grund das Verfallsdatum“, sagte die für die Verteilung der Impfstoffe zuständige Unicef-Direktorin Etleva Kadilli.

Insbesondere ärmere Länder benötigen demnach Impfdosen, die sie lange aufbewahren können, um die Impfkampagnen besser zu planen und „Menschen in schwer erreichbaren Gebieten und in fragilen Kontexten“ zu impfen.

Nigeria vernichtete Ende Dezember etwa mehr als eine Million Dosen des Vakzins von Astrazeneca, da diese bereits abgelaufen waren.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte den Geberländer mehrfach vorgeworfen, den Großteil der verfügbaren Impfdosen für sich zu reservieren und in vielen Fällen Dosen mit einer zu geringen Haltbarkeit zu spenden.

Die Corona-Impf-Initiative Covax hatte reiche Länder im Dezember aufgerufen, ab dem 1. Januar nur noch Impfdosen zu spenden, die mindestens zehn Wochen lang haltbar sind.

Die Empfängerländer müssten zudem mindestens vier Wochen im Voraus darüber informiert werden. Darüber hinaus sollten die Dosen nicht ohne für die Impfung erforderliche Spritzen geliefert werden, forderte Covax.

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