So viele Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung wie noch nie

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Die Zahl der Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. Bei der Bundesnetzagentur gingen 2021 knapp 80.000 Beschwerden dazu ein, wie die Behörde in Bonn am Freitag mitteilte. Das waren 26 Prozent mehr als 2020. Besonders häufig sind demnach Werbeanrufe für Energie-, Versicherungs- und Finanzprodukte, aber auch Zeitschriftenabonnements und Gewinnspiele werden „aggressiv“ beworben.

In vielen Fällen werde zudem die Rufnummer unterdrückt oder täglich eine neue falsche Nummer aufgesetzt, erklärte die Netzagentur. Das sei „ein weiterer schwerer Rechtsverstoß zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie zulasten der rechtmäßig agierenden Wettbewerber“, erklärte Behördenpräsident Jochen Homann. Die Angerufenen könnten Werbeanrufe so schwerer erkennen und die Ermittlungen der Behörde würden erschwert.

Die Rufnummernunterdrückung sei „inakzeptabel“, erklärte Homann. Zum 1. Dezember 2021 habe der Gesetzgeber den Bußgeldrahmen daher von 10.000 Euro auf 300.000 Euro erhöht. „Wir werden die Täter mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgen.“

Im vergangenen Jahr verhängte die Behörde zudem Bußgelder in einer Gesamthöhe von 1,435 Millionen Euro wegen unerlaubter Telefonwerbung. Auch das war eine Steigerung gegenüber den Vorjahren: 2018 waren es rund 1,1 Millionen Euro, 2019 dann 1,3 Millionen Euro und im vergangenen Jahr 1,35 Millionen Euro.

Wer als Verbraucherin oder Verbraucher Werbeanrufe erhält, ohne dass hierfür eine Einwilligung vorliegt oder obwohl ein Werbewiderruf ausgesprochen wurde, kann sich bei der Bundesnetzagentur melden. Um die Täter überführen zu können, sind möglichst präzise und detaillierte Angaben hilfreich, wie die Behörde betonte.

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