Sprecher: Früherer Papst Benedikt XVI. unterstützte Münchner Missbrauchsstudie

Papst emeritus Benedikt XVI. ist derzeit zu Besuch in Regensburg. - giulio napolitano/Shutterstock.com
Papst emeritus Benedikt XVI. ist derzeit zu Besuch in Regensburg. - giulio napolitano/Shutterstock.com

Der frühere Papst Benedikt XVI. hat nach Angaben seines Sprechers die Erstellung des Gutachtens über Missbrauchsfälle im Erzbistum München und Freising aktiv unterstützt. Das frühere Oberhaupt des Erzbistums habe Fragen beantwortet und „mit einer umfangreichen Stellungnahme zur Aufarbeitung beigetragen“, teilte der Sprecher von Benedikt XVI., Georg Gänswein, der „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe) mit.

Benedikt wünsche „im Interesse der Opfer und Betroffenen von Fällen sexuellen Missbrauchs eine gute, lückenlose und erfolgreiche Aufarbeitung“, erklärte Gänswein demnach weiter. Die Schicksale der Missbrauchsopfer gingen dem emeritierten Papst „sehr zu Herzen“. Er begrüße „die Aufarbeitung in München sowie die Veröffentlichung des Gutachtens“.

Das Erzbistum München und Freising hatte bei der Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sexuellen Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker und hauptamtliche Bedienstete der Diözese aufarbeitet. Es geht um den Zeitraum von 1945 bis 2019. Der spätere Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, war von 1977 bis 1982 Münchner Erzbischof.

Das Gutachten der Anwaltskanzlei wird am kommenden Donnerstag vorgestellt. Eine Woche später will die Erzdiözese dazu Stellung nehmen.

Die mutmaßliche Verwicklung Ratzingers in einen Fall von Vertuschung wird laut dem Bericht der „Bild“-Zeitung in einem Sonderband umfassend dargestellt. Dieser Teil des Gutachtens umfasse 350 Seiten. Benedikt XVI. habe auf schriftliche Fragen der Kanzlei hin eine 82-seitige Stellungnahme verfasst.

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