Heil warnt vor neuer Wirtschaftskrise durch mögliches Gas-Embargo

Gas-Pipeline
Gas-Pipeline

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat in der Debatte um ein Gas-Embargo gegen Russland vor einer neuen Wirtschaftskrise in Deutschland gewarnt. „Ein einseitiges Gas-Embargo Deutschlands gegenüber Russland etwa würde uns in eine Doppel-Krise stürzen, dann wären wir in einer Stagflation, also in einer Wirtschaftskrise und noch stärker steigenden Preisen“, sagte Heil der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

Stagflation sei „der Horror aller Ökonomen und Politiker“, fügte er hinzu. „Das gilt es zu verhindern. Und Gott sei Dank wächst unsere Wirtschaft ja immer noch.“ Falls die Lage „wirtschaftlich eskaliert“, werde die Bundesregierung handeln und etwa die Kurzarbeit weiter verlängern, erklärte der SPD-Minister.

Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, warnte vor den Auswirkungen eines möglichen Stopps der Gaslieferungen aus Russland. „Die Bundesregierung muss alles daran setzen, Sicherheit bei der Energieversorgung in Deutschland zu gewährleisten“, sagte Adrian der „Rheinischen Post“. „Denn ein Ausfall russischer Gaslieferungen würde nicht nur die energieintensive Industrie stark treffen.“

Nahezu alle Unternehmen seien über Produktions- und Logistikketten eng miteinander verwoben, fügte er hinzu. „Daher wäre die Wirtschaft in Deutschland in ihrer ganzen Breite von einem Gas-Stopp negativ beeinflusst“, sagte der DIHK-Chef. Viele Betriebe könnten nicht innerhalb kurzer Zeit von Gas auf andere Energieträger umstellen.

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