Österreichische Polizei zerschlägt internationale Schlepperbande

Österreichische Polizei
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Die österreichische Polizei hat eine internationale Schlepperorganisation zerschlagen, die unter anderem für den Erstickungstod von zwei Migranten verantwortlich sein soll. Insgesamt 205 Verdächtige seien in Österreich, der Slowakei, Tschechien und Rumänien festgenommen worden, sagte Innenminister Gerhard Karner am Donnerstag. Sie sollen mehr als 36.000 Menschen von Ungarn nach Österreich geschleust haben.

Die Migranten, in der Mehrzahl Syrer, hätten dafür zwischen 3000 und 4500 Euro bezahlt, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager der Nachrichtenagentur AFP. Insgesamt habe die Bande geschätzt 152 Millionen Euro eingenommen, sagte Innenminister Karner. Die Migranten wurden den Angaben nach Wien gebracht, von dort aus wollten die viele von ihnen mit Hilfe anderer Schleusergruppen nach Deutschland und Frankreich gelangten.

„Es ist einer der größten Erfolge im Kampf gegen die Schleppermafia der letzten Jahre“, sagte er zu den international koordinierten Ermittlungen. „Bei diesen Banden ist ein Menschenleben nichts wert, da geht es um Profit, Geldgier, um brutale Mafiamethoden.“

Bei einem Vorfall, der mit der Gruppe in Verbindung gebracht wird, wurden im vergangenen Oktober die Leichen von zwei Syrern entdeckt, als österreichische Behörden einen Lieferwagen an der Grenze zu Ungarn anhielten und durchsuchten. Der Fahrer ergriff die Flucht, wurde aber inzwischen in Lettland festgenommen und an Österreich ausgeliefert.

Auf das Konto der Organisation gehen nach Behördenangaben auch Schüsse auf einen Wehrdienstleistenden im Januar, als Grenzschützer versuchten, einen Kleintransporter anzuhalten. Der verdächtige Fahrer sei mittlerweile in Ungarn festgenommen worden.

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