Das erste Halbfinale des 70. Eurovision Song Contests hat die Messlatte für das Finale am Samstag hoch gelegt. 15 Länder kämpften am Dienstagabend in der Wiener Stadthalle um zehn Finalplätze – vor ausverkauftem Haus, mit starken Auftritten, der ein oder anderen Überraschung und einem Interval Act, der das Publikum zum Lachen brachte.
Der Abend im Überblick
Vicky Leandros eröffnete die Show mit „L’amour est bleu“ – dem luxemburgischen Beitrag beim ESC 1967 in Wien. Ein emotionaler Moment, der die 70-jährige Geschichte des Wettbewerbs greifbar machte und die Halle sofort in Stimmung versetzte. Victoria Swarovski und Michael Ostrowski übernahmen danach souverän die Moderation – Swarovski strukturiert und auf Englisch, Ostrowski mit trockenem Wiener Schmäh.
Den Interval Act bestritten die Moderatoren gemeinsam mit dem australischen Vorjahresteilnehmer Go-Jo: eine Comedy-Einlage rund um die ewige Verwechslung von Austria und Australia, die international für Lacher sorgte.
Die Auftritte – wer überzeugte, wer enttäuschte
- 🇲🇩 Moldau – Satoshi – „Viva, Moldova!“ Als Startnummer eins hatte Satoshi die schwierigste Aufgabe des Abends.
- 🇸🇪 Schweden – FELICIA – „My System“ Mit 17,4 Millionen Spotify-Streams vorab einer der meistdiskutierten Beiträge des Abends.
- 🇵🇹 Portugal – Bandidos do Cante – „Rosa“
- 🇬🇪 Georgien – Bzikebi – „On Replay“
- 🇮🇹 Italien (außer Konkurrenz) – Sal Da Vinci – „Per Sempre Sì“ Der Spotify-Spitzenreiter des gesamten Wettbewerbs mit 23,6 Millionen Streams durfte außer Konkurrenz auftreten.
- 🇫🇮 Finnland – Linda Lampenius x Pete Parkkonen – „Liekinheitin“ Der Topfavorit des gesamten Wettbewerbs auf Startplatz 7 der Wertungsländer.
- 🇧🇪 Belgien – ESSYLA – „Dancing on the Ice“
- 🇬🇷 Griechenland – Akylas – „Ferto“ Laut Buchmachern vor dem Abend einer der stärksten Kandidaten des Halbfinales.
- 🇮🇱 Israel – Noam Bettan – „Michelle“
- 🇩🇪 Deutschland (außer Konkurrenz) – Sarah Engels – „Fire“
- 🇪🇪 Estland – Vanilla Ninja – „Too Epic To Be True“ Die Rückkehr der Kultband sorgte für einen der emotionalsten Momente des Abends.
- 🇲🇪 Montenegro – Tamara Živković – „Nova Zora“
- 🇱🇹 Litauen – Lion Ceccah – „Sólo Quiero Más“
- 🇸🇲 San Marino – SENHIT – „Superstar“ Die Rückkehrerin aus 2021 brachte ESC-Erfahrung auf die Bühne.
- 🇵🇱 Polen – ALICJA – „Pray“
- 🇭🇷 Kroatien – LELEK – „Andromeda“
- 🇷🇸 Serbien – LAVINA – „Kraj Mene“ Als letzter Act des Abends auf der günstigsten Startposition.
Die zehn Finalisten
Folgende zehn Länder haben sich qualifiziert und stehen im Finale am 16. Mai:
- 🇬🇷 Griechenland – Akylas – „Ferto“
- 🇫🇮 Finnland – Linda Lampenius x Pete Parkkonen – „Liekinheitin“
- 🇧🇪 Belgien – ESSYLA – „Dancing on the Ice“
- 🇸🇪 Schweden – FELICIA – „My System“
- 🇲🇩 Moldau – Satoshi – „Viva, Moldova!“
- 🇮🇱 Israel – Noam Bettan – „Michelle“
- 🇷🇸 Serbien – LAVINA – „Kraj Mene“
- 🇭🇷 Kroatien – LELEK – „Andromeda“
- 🇱🇹 Litauen – Lion Ceccah – „Sólo Quiero Más“
- 🇵🇱 Polen – ALICJA – „Pray“
Die Ausgeschiedenen
Nicht für das Finale qualifiziert haben sich:
- 🇵🇹 Portugal – Bandidos do Cante – „Rosa“
- 🇬🇪 Georgien – Bzikebi – „On Replay“
- 🇲🇪 Montenegro – Tamara Živković – „Nova Zora“
- 🇪🇪 Estland – Vanilla Ninja – „Too Epic To Be True“
- 🇸🇲 San Marino – SENHIT – „Superstar“.
Für sie endet die ESC-Reise 2026 in Wien.
Was bedeutet das für das Finale?
Mit den zehn Qualifikanten aus dem ersten Halbfinale wächst das Finale an – die zehn Finalisten aus dem zweiten Halbfinale (Donnerstag, 14. Mai, 21 Uhr, ARD ONE) kommen noch hinzu, dazu die automatisch qualifizierten Länder: Deutschland, Frankreich, Italien, Vereinigtes Königreich und Gastgeber Österreich.
Topfavorit Finnland hat sich qualifiziert. Das Finale wird am Samstag, 16. Mai, ab 21 Uhr live im Ersten und in der ARD Mediathek übertragen. Kommentiert von Thorsten Schorn.


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