Heute Abend um 21 Uhr kämpfen 15 Länder im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests in der Wiener Stadthalle um zehn Finalplätze. Die Proben der vergangenen Tage haben bereits ein erstes Bild gezeichnet: Wer ist stark, wer hat überrascht – und wer muss noch zulegen?
Die Startreihenfolge
Bulgarien eröffnet das zweite Halbfinale, Norwegen beschließt es. Die vollständige Reihenfolge der wertenden Länder – ergänzt durch die außer Konkurrenz auftretenden Beiträge von Frankreich (nach Tschechien), Österreich (nach Zypern) und dem Vereinigten Königreich (nach Ukraine):
- 1. 🇧🇬 Bulgarien – DARA – „Bangaranga“
- 2. 🇦🇿 Aserbaidschan – JIVA – „Just Go“
- 3. 🇷🇴 Rumänien – Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“
- 4. 🇱🇺 Luxemburg – Eva Marija – „Mother Nature“
- 5. 🇨🇿 Tschechien – Daniel Zizka – „CROSSROADS“
- 🇫🇷 Frankreich (außer Konkurrenz) – Monroe – „Regarde!“
- 6. 🇦🇲 Armenien – SIMÓN – „Paloma Rumba“
- 7. 🇨🇭 Schweiz – Veronica Fusaro – „Alice“
- 8. 🇨🇾 Zypern – Antigoni – „JALLA“
- 🇦🇹 Österreich (außer Konkurrenz) – COSMÓ – „TANZSCHEIN“
- 9. 🇱🇻 Lettland – Atvara – „Ēnā“
- 10. 🇩🇰 Dänemark – Søren Torpegaard Lund – „Før vi Går Hjem“
- 11. 🇦🇺 Australien – Delta Goodrem – „Eclipse“
- 12. 🇺🇦 Ukraine – LELÉKA – „Ridnym“
- 🇬🇧 Vereinigtes Königreich (außer Konkurrenz) – LOOK MUM NO COMPUTER – „Eins, Zwei, Drei“
- 13. 🇦🇱 Albanien – Alis – „Nân“
- 14. 🇲🇹 Malta – Aidan – „Bella“
- 15. 🇳🇴 Norwegen – JONAS LOVV – „Ya Ya Ya“
Proben-Einschätzung: Wer überzeugt
🇱🇺 Luxemburg – Eva Marija – „Mother Nature“: Einer der stärksten Auftritte der Proben. Eva Marija nutzt die Bühne mit beeindruckender Reife – die Produktion wirkt clean, fokussiert und international anschlussfähig. Startplatz vier ist gut, das Lied hängt nach. Luxemburg ist zurück – und das merkt man.
🇩🇰 Dänemark – Søren Torpegaard Lund – „Før vi Går Hjem“: Mit rund fünf Millionen Spotify-Streams bereits vor dem Halbfinale einer der meistgestreamten Beiträge des Abends. In der Probe überzeugt der dänische Beitrag mit einer ruhigen, gesanglich starken Darbietung – das Lied wächst mit jedem Durchlauf. Startplatz zehn ist strategisch gut.
🇳🇴 Norwegen – JONAS LOVV – „Ya Ya Ya“: Als letzter Act des Abends auf der statistisch günstigsten Position. In den Proben war JONAS LOVV präsent, energetisch und mit einem Act, der im Gedächtnis bleibt. Norwegen hat in den vergangenen Jahren beim Televoting traditionell stark abgeschnitten – das könnte heute Abend wieder eine Rolle spielen.
Weitere Acts im Überblick
🇧🇬 Bulgarien – DARA – „Bangaranga“: Als Startnummer eins hat DARA die schwierigste Aufgabe des Abends. Die Bulgarin ist nach historischer Musteranalyse eine der Kandidatinnen, die dem Profil bisheriger ESC-Siegerinnen am stärksten entspricht – weiblich, solo, englischsprachiger Popsong. Ob Startplatz eins ein Handicap wird, zeigt sich beim Voting.
🇦🇺 Australien – Delta Goodrem – „Eclipse“: Die australische Popikone trat bereits auf dem Turquoise Carpet in einem goldenen Kleid auf und hinterließ einen glamourösen Eindruck. Auch in der Probe setzt Goodrem auf Klasse statt Lautstärke. Laut Buchmachern eine der stärksten Kandidatinnen des gesamten Wettbewerbs.
🇨🇾 Zypern – Antigoni – „JALLA“: Auf YouTube mit 4,9 Millionen Aufrufen der meistgeklickte Beitrag aller ESC-Kandidaten 2026. In der Probe zeigt Antigoni eine energiegeladene Performance – ob der YouTube-Erfolg sich in Jury- und Televoting-Punkte übersetzt, ist eine der spannenden Fragen des Abends.
🇺🇦 Ukraine – LELÉKA – „Ridnym“: Die Ukraine ist beim ESC seit dem russischen Angriffskrieg ein emotionaler Sonderfall – und wird traditionell stark vom Publikum unterstützt. In den Proben war der Auftritt von LELÉKA stimmungsvoll und technisch solide.
Was bedeutet das für das Finale?
Mit den heutigen zehn Qualifikanten wird das Finale auf 25 Länder anwachsen – ergänzt durch die vier automatisch qualifizierten Big-Four-Länder und Gastgeber Österreich. Das Finale findet am Samstag, 16. Mai, ab 21 Uhr im Ersten und in der ARD Mediathek statt.



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