Von der Pandemie hinein in die Endemie

Symbolbild: Corona
Symbolbild: Corona

Durch die rasante Verbreitung der Omikron-Variante könnte das Coronavirus Experten zufolge endemisch werden. Während sich eine Pandemie über Länder und Kontinente hinweg ausbreitet, werden Krankheiten oder Erreger als endemisch bezeichnet, die dauerhaft und gehäuft in einer begrenzten Region oder in Teilen der Bevölkerung vorkommen. Dabei kann es saisonale Schwankungen geben. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Malaria.

Im Fall von Sars-Cov-2 bedeutet der Eintritt in eine Endemie, dass das Virus bleibt – die Menschen müssen damit leben, es wird aber für die Gesamtbevölkerung weniger gefährlich. Der Virologe Christian Drosten bezeichnete die Omikron-Variante als „ein Nachdurchseuchungsvirus“ und im Grunde „perfektes erstes endemisches Virus“. Denn Omikron verbreitet sich schnell, verursacht aber offensichtlich weniger schwere Erkrankungen.

Allerdings ist Deutschland auf dem Weg in eine endemische Lage noch nicht so weit wie andere Länder. Denn ein breiter Impfschutz gilt als ein wichtiger Schritt in die Endemie, und hierzulande gibt es diesbezüglich noch erhebliche Lücken. Diese Immunitätslücken schließt das Virus, indem Ungeimpfte, aber auch Geimpfte infiziert werden.

In einer endemischen Situation wird die Immunität dann durch immer wiederkehrende Kontakte mit dem Virus aufgefrischt. In einer Übergangszeit kann es aber nötig sein, zumindest Risikopatienten noch über Jahre immer wieder Auffrischungsimpfungen zu verabreichen. Perspektivisch könnte dann Sars-Cov-2 wie andere bekannte Coronaviren auch am Ende harmlose Erkältungskrankheiten verursachen.

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