Washington zieht fast alle US-Soldaten aus der Ukraine ab

US-Militär
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Die USA haben wegen der sich zuspitzenden Spannungen mit Russland den Abzug fast aller verbliebenen US-Soldaten aus der Ukraine angekündigt. Verteidigungsminister Lloyd Austin habe „die vorübergehende Verlegung der 160 Mitglieder der Florida-Nationalgarde angeordnet“, teilte Pentagon-Sprecher John Kirby am Samstag mit. Die Soldaten sollen demnach in einem anderen europäischen Land stationiert werden.

Die US-Regierung unterstütze die ukrainischen Streitkräfte weiterhin, erklärte Kirby. Die Verlegung der US-Soldaten biete jedoch „Flexibilität bei der Absicherung von Verbündeten und der Abschreckung von Aggressionen“. Seit 2015 beraten und trainieren Reservisten der US-Nationalgarde die ukrainische Armee gemeinsam mit Soldaten anderer Nato-Länder, vor allem Kanadas und Deutschlands.

Das US-Außenministerium forderte am Samstag zudem alle nicht dringend benötigten Mitarbeiter der Botschaft in Kiew zur Ausreise auf. Das Ministerium habe „die Ausreise der meisten direkt angestellten US-Mitarbeiter“ aufgrund der anhaltenden Gefahr russischer Militäraktionen angeordnet, hieß es in einer aktualisierten Reiseempfehlung. Der konsularische Dienst in der Botschaft wurde ausgesetzt, für Notfälle werde eine konsularische Präsenz im westukrainischen Lemberg aufrechterhalten.

Die US-Regierung hatte in den vergangenen Tagen wiederholt gewarnt, ein Angriff Russlands auf die Ukraine könne „jederzeit“ beginnen, und US-Bürger zur umgehenden Ausreise aus dem Land aufgefordert. Auch Russland selbst zog am Samstag Teile seines diplomatischen Personals aus dem Nachbarland ab.

Russland hat in den vergangenen Wochen nach westlichen Angaben mehr als 100.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Der Truppenaufmarsch sowie russische Militärübungen im benachbarten Belarus und im Schwarzen Meer schüren im Westen die Furcht vor einem Einmarsch in die Ukraine. Moskau weist jegliche Angriffspläne zurück und wirft zugleich Kiew und der Nato „Provokationen“ vor.

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