Bildungsausgaben in Deutschland stiegen 2020 um 1,3 Prozent auf 334,1 Milliarden

Bildungsangebot
Bildungsangebot

Im Jahr 2020 ist in Deutschland fast jeder zehnte Euro in Bildung und Forschung geflossen. Der Teil der Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg auch als Folge der Corona-Pandemie von 9,5 Prozent im Jahr 2019 auf 9,9 Prozent im Jahr 2020, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Demnach gaben die öffentlichen Haushalte und der private Bereich 334,1 Milliarden Euro für Bildung aus, 4,3 Milliarden Euro oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zehn Prozent des BIP für Bildung und Forschung auszugeben, ist in Deutschland ein seit 2015 geltendes Ziel. Dass dies nun trotz eines nur moderaten Anstiegs der Ausgaben näherungsweise erreicht wurde, liegt allerdings auch daran, dass das Bruttoinlandsprodukt 2020 wegen der Corona-Pandemie insgesamt sank.

Für Bildung flossen aus öffentlichen Haushalten und dem privaten Bereich 2020 insgesamt 241,1 Milliarden Euro. Davon entfielen 110,4 Milliarden Euro etwa auf Schulen und die Schülerbeförderung. Für Hochschulen einschließlich Forschung und Entwicklung flossen 43,9 Milliarden Euro und für Kitas 36,9 Milliarden Euro.

Auf die betriebliche Weiterbildung, Horte, Einrichtungen der Jugendarbeit und Volkshochschulen entfielen 23 Milliarden Euro. Für die Bildungsförderung wie etwa Bafög wurden 16,9 Milliarden Euro ausgegeben.

Im Gegensatz zu den staatlichen Ausgaben sanken die Ausgaben von Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im ersten Pandemiejahr um 4,7 Prozent auf 86,6 Milliarden Euro. Die Mittel für die sonstige Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur wie etwa Museen und Bibliotheken lagen bei 6,4 Milliarden Euro.

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