Biden spricht mit Blick auf Ukraine-Krieg von „Völkermord“

Joe Biden - Bild: Bild: White House/Adam Schultz
Joe Biden - Bild: Bild: White House/Adam Schultz

US-Präsident Joe Biden hat offenbar mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erstmals von einem Völkermord gesprochen. Biden hielt am Dienstag im Bundesstaat Iowa eine Rede über die hohe Inflation in den USA und sagte dabei: „Ihr Familienbudget, ihre Fähigkeit, den Tank aufzufüllen – all das sollte nicht davon abhängen, ob ein Diktator am anderen Ende der Welt einen Krieg erklärt und einen Völkermord begeht.“

Zuvor hatte Biden den russischen Staatschef Wladimir Putin für den starken Anstieg der Verbraucherpreise in den USA mitverantwortlich gemacht. Laut offiziellen Zahlen vom Dienstag war die Inflation in den USA im vergangenen Monat auf 8,5 Prozent und damit ein neues 40-Jahres-Hoch geklettert. Biden sagte in Iowa, 70 Prozent des Anstiegs der Verbraucherpreise im März gehe auf höhere Benzinpreise zurück, die Putin zu verantworten habe.

Die US-Regierung hat Russland bereits Kriegsverbrechen in der Ukraine zur Last gelegt. Den Vorwurf eines Genozids hatte Washington dagegen bislang nicht erhoben.

Nach den Gräueltaten an Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha bezeichnete Biden Putin Anfang vergangener Woche als „Kriegsverbrecher“. Auf die Frage, ob die Taten einem Völkermord gleichkämen, sagte der US-Präsident aber: „Nein, ich denke, es ist ein Kriegsverbrechen.“

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