Unicef warnt vor starkem Anstieg der Kinderarbeit infolge der Corona-Pandemie

Kinderarbeit
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Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat vor einem starken Anstieg der Kinderarbeit infolge der Corona-Pandemie gewarnt. „Das Ziel der Weltgemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beseitigen, rückt in weite Ferne, wenn wir jetzt nicht massiv gegensteuern“, erklärte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, am Freitag anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni. Weltweit würden derzeit rund 160 Millionen Mädchen und Jungen durch Kinderarbeit grundlegende Rechte vorenthalten.

Bereits vor der Pandemie seien die Fortschritte beim Kampf gegen Kinderarbeit ins Stocken geraten, erklärte die Organisation. Während die Zahl der arbeitenden Mädchen und Jungen in den Jahren 2000 bis 2016 um 94 Millionen gesunken war, gab es laut aktuellen Schätzungen von Unicef und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zwischen 2016 und 2020 wieder einen Anstieg (8,4 Millionen).

Durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie könnten nun neun Millionen weitere Mädchen und Jungen bis Ende dieses Jahres in Kinderarbeit gedrängt werden. „Regierungen müssen Kindern Schutz und Chancen geben“, forderte Schneider. Und jeder Verbraucher könne darüber hinaus durch sein Konsumverhalten zum Schutz von Kindern vor Ausbeutung beitragen.

Ein aktueller Bericht unterstreicht laut Unicef zudem die bedeutende Rolle von Unternehmen: Diese hätten durch ihr Handeln großen Einfluss. „Zum Beispiel treiben niedrige Löhne (…) Familien in wirtschaftliche Not“, erklärte Unicef. Und dann müssten Kinder häufig mitverdienen. „Gute Arbeitsbedingungen für Eltern, ausreichende Bezahlung und Gesundheits- sowie Sicherheitsmaßnahmen in den Unternehmen tragen hingegen dazu bei, die Kinderarbeit zu verringern.“

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