Leere Auftragsbücher im Handwerk: Expertin verrät, mit welchen Tipps das Handwerk endlich wieder profitiert

Marleen Schmitz (über Schmitz Digital GmbH)
Marleen Schmitz (über Schmitz Digital GmbH)

Das Handwerk befindet sich in einer Krise: Die Aufträge bleiben in vielen Betrieben aus und auch die Neukundengewinnung wird zu einer immer größeren Herausforderung. Schuld sind die starke Konkurrenz und veraltetes Marketing. Viele Handwerksbetriebe scheuen immer noch den Schritt in die digitale Welt. Ihnen fehlt das nötige Know-how.

In ihrer Not setzen sie immer noch auf veraltete Methoden wie Mundpropaganda oder traditionelle Werbeanzeigen – die Ergebnisse bleiben allerdings aus. Dabei ist virtuelles Marketing einfacher, effektiver und günstiger als gedacht. Mit diesen fünf Tipps von Online-Marketingexpertin Marleen Schmitz schaffen Handwerksbetriebe den Schritt in die digitale Welt.

Fünf Tipps für eine stabile Auftragslage

Eine ansprechende Website

Eine veraltete Website mit langer Ladezeit beeindruckt heute keinen Kunden mehr. Im Gegenteil: Sie schreckt ihn eher ab. Ohne moderne, nutzerfreundliche Homepage mit aktuellem Content kommen kaum mehr neue Anfragen ins Postfach. Mobilfreundlich muss die Website natürlich auch sein. Schließlich sind Smartphone und Tablet heute Informationsquelle Nummer eins. Wer dann auf endlose Ladezeiten und verpixelte Inhalte stößt, geht geradewegs zur Konkurrenz. Umso mehr kommt es auf den ersten Eindruck an. Die Website muss frisch, zeitgemäß und aktuell sein.

Soziale Medien aktiv für sich nutzen

Nicht nur die Website muss gut beim Kunden ankommen, sondern auch die Social-Media-Kanäle. Denn auch auf Facebook, Instagram & Co. informiert sich der moderne User gerne über Handwerksbetriebe. Hier erhofft er sich exklusive Einblicke – ob in laufende Projekte, das Team oder das Tagesgeschäft. Zudem ist Social Media deutlich interaktiver als die Website. Mühelos kann sich der Betrieb mit den Usern vernetzen. Er reagiert auf Kommentare, schreibt Nachrichten und lädt zu Umfragen ein. Das schafft ein vertrautes Verhältnis. Der Nutzer fühlt sich geschätzt und ernst genommen. Gleichzeitig bringt der Betrieb einiges über seine Zielgruppe in Erfahrung: Wer ist sie und was wünscht sie sich?

Mit Online-Werbung punkten

Online-Werbung ist ein Muss für moderne Handwerksfirmen. Nur so treten sie direkt an ihre Wunschkunden heran und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Am meisten zahlen sich immer noch Google Ads und Social Media Ads aus, allen voran Instagram Ads und Facebook Ads. Mit wenigen Klicks bestimmen ihre Targeting-Tools relevante Faktoren wie geografische Lage, Geschlecht oder Alter. So weiß die Firma immer genau, mit wem sie es gerade zu tun hat. Ein Vorteil von Online-Werbung: Ihr Erfolg lässt sich messen – so können Handwerksbetriebe ihre Maßnahmen optimieren und erstaunliche Ergebnisse einfahren.

Aktiv Rezensionen einholen

Nur wenige Kunden bewerten eine Dienstleistung oder ein Produkt aus eigener Intention heraus. So mangelt es vielen Handwerksfirmen an positiven Stimmen, die ihre Reichweite erhöhen. Doch das lässt sich einfach ändern. Unternehmen müssen aktiv auf ihre Kunden zugehen und sie um eine Bewertung bitten. Denn je mehr positive Rezensionen, desto höher das Interesse bei potenziellen Neukunden. Dabei sollte der Bewertungsprozess einfach, schnell und bequem ablaufen: Das kann ein übersichtliches Feedback-Formular sein, aber auch ein Direktlink zur Bewertungsseite.

Automatisierungen nicht unterschätzen

Automatische Abläufe sind im Marketing und Vertrieb unerlässlich: Sie sparen nicht nur Zeit und Energie, sondern unterstützen auch aktiv bei der Kundenakquise. Besonders hilfreich ist ein automatisches Dashboard, das Kundenanfragen systematisch bearbeitet. Es bündelt, klassifiziert und leitet Kundennachrichten weiter. Umso weniger manueller Aufwand entsteht. Genau dasselbe lässt sich von automatisierten Buchungssystemen für Erstgespräche behaupten. Der Interessent sucht sich seinen Wunschtermin selbst aus – eine Tatsache, die die Zielgruppe sehr zu schätzen weiß.

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