JVA-Beamte wegen mutmaßlicher Gewalt gegen ausländische Häftlinge vor Gericht

Symbolbild: Gefängnis
Symbolbild: Gefängnis

Vor dem Amtsgericht Dresden hat ein Prozess gegen fünf Justizvollzugsbeamte wegen mutmaßlicher Gewalttätigkeiten gegen ausländische Häftlinge begonnen. Zum Auftakt bestritten die Angeklagten am Freitag nach Angaben einer Gerichtssprecherin, Gewalt gegen Gefangene ausgeübt zu haben. Die JVA-Beamten sind unter anderem wegen Körperverletzung im Amt angeklagt.

Sie sollen laut Anklage im Jahr 2018 in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Dresden ausländische Gefangene teilweise geschlagen und getreten haben. Zwei Beschuldigte sollen demnach im Juli 2018 einen Häftling auf den Boden gezwungen und ihm mehrere Faustschläge gegen Oberkörper und Kopf versetzt haben. Einer dieser Beamten und zwei weitere Angeklagte sollen einen anderen Gefangenen ebenfalls zu Boden gebracht und gefesselt haben. Während ein Angeklagter auf dem Kopf des Manns gekniet habe, sollen die anderen gegen dessen Oberkörper getreten und geschlagen haben.

Einem weiteren Angeklagten wird vorgeworfen, einen dritten Gefangenen im August 2018 in dessen unter Wasser gesetztem Haftraum so geschubst zu haben, dass dieser mit dem Kopf gegen einen Türrahmen stieß und sich dadurch eine blutende Kopfwunde zuzog. Dieser Angeklagte soll zudem im Februar desselben Jahres über den Messengerdienst Whatsapp an eine 16 Mitglieder umfassende Gruppe ein von ihm gemachtes Foto von einem ausländischen Gefangenen versandt haben, das diesen liegend in einem Haftraum zeigte. Diesen Vorwurf räumte der Angeklagte laut Gerichtssprecherin zum Prozessauftakt ein.

Für die Verhandlung sind weitere drei Termine anberaumt. Ein Urteil könnte am 27. Juni fallen.

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